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Contradanza Criolla

Contradanza Criolla

Die Contradanza Criolla (Contradanza, Danza, Danza Criolla) war einer der populärsten Musikstile im Kuba des 19. Jahrhunderts. Die Komposition „San Pascual Bailón“ aus dem Jahr 1803 gilt als die erste überlieferte Contradanza. Die kubanischen Musikwissenschaftler Zoila Lapique und Natalio Galan vermuten, dass die Contradanza in Havanna bereits zur Mitte des 18. Jahrhunderts aus Spanien, Frankreich oder England eingeführt worden war. In Frankreich war zu dieser Zeit die Contredanse am Hofe sehr beliebt. Der Name leitet sich übrigens aus dem englischen „Country Dance“ ab.

Das besondere an der Danza Criolla besteht in der Einbeziehung afro-kubanischer Rhythmik. Die Besetzung eines typischen Orchesters bestand im 19. Jahrhundert aus zwei Violinen, zwei Klarinetten, einem Kontrabass, einer Ophikleide (Vorläufer der Tuba), Timbales und Guiro. Vergleichbar mit den europäischen Salonkapellen. Bekannte Komponisten und Interpreten der Contradanza sind Ignacio Servantes (1847-1905), Ernesto Lecuona (1895 – 1963) und Manuel Saumell Robredo (1818 – 1870).

Für repräsentative Anlässe, die von stilvoller kubanische Musik begleitet werden, darf die Contradanza nicht fehlen. Begeben Sie sich mit Ernesto Lecuonas „La Comparsa“ auf eine Zeitreise ins Kuba des frühen 20. Jahrhunderts, lange vor der Revolution, lange vor Hemingways Kuba der 50er und 60er Jahre.

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